Armbrustattacken auf Vögel an Moselufer: Polizei identifiziert Verdächtigen
Nach zahlreichen Armbrustattacken auf Wasservögel am Moselufer in Rheinland-Pfalz hat die Polizei einen Verdächtigen identifiziert. Der 43-Jährige aus dem Moselort Konz sei nach aktuellem Ermittlungsstand mutmaßlich für mindestens 15 Taten verantwortlich, teilte die Polizei in Trier am Mittwoch mit. Bei diesen wurden demnach teilweise auch mehrere Tiere parallel verletzt, eine nicht genannte Zahl von Vögeln starb später.
Beschossen wurden laut Polizei Nilgänse und ein Höckerschwan, die Taten ereigneten sich seit November vergangenen Jahres am Moselufer zwischen Trier und Konz. Bereits im Dezember rückten Beamte bei dem Verdächtigen zu einer Wohnungsdurchsuchung an, weil er mit Schüssen auf zwei Nilgänse und einen Schwan in Konz in Verbindung gebracht worden war.
Die "über Monate intensiv geführten Ermittlungen" hätten den Verdacht gegen den 43-Jährigen erhärtet, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Am Dienstag seien bei einer neuerlichen Durchsuchung seiner Wohnung unter anderem eine Armbrust und Datenträger beschlagnahmt worden, die nun ausgewertet würden. Die Ermittlungen zum Tatmotiv dauerten an.
Dem Verdächtigen werden demnach unter anderem Verstöße gegen das Tierschutzgesetz und Jagdwilderei vorgeworfen. Laut Polizei drohen im Fall einer Verurteilung dafür Geldstrafen oder bis zu drei Jahre Haft.
B.Roman--HdM