Philippinen: Behörden erhöhen Warnstufe nach Ausbruch des Vulkans Mayon
Nach einem Ausbruch des Vulkans Mayon auf den Philippinen haben die Behörden des südostasiatischen Landes die Warnstufe erhöht. Das nationale Vulkaninstitut erhöhte am Freitag die Warnstufe auf seiner Skala von null bis fünf von zwei auf drei und rief zur Evakuierung in einem Umkreis von sechs Kilometern um den Krater auf. Der Mayon schleuderte bei seinem Ausbruch eine dunkle Aschesäule rund 3000 Meter in den Himmel.
Der "mäßig explosive Ausbruch" dauerte nach Angaben des nationalen Vulkaninstituts fast sechs Minuten. Es gab zunächst keine Meldungen über Opfer oder Schäden in den Städten und Gemeinden rund um den Vulkan in der Provinz Albay im Zentrum des Landes. Die philippinischen Behörden warnten jedoch vor "erhöhter Wahrscheinlichkeit von Lavaflüssen und gefährlichen pyroklastischen Dichteströmen". Diese könnten "in den kommenden Tagen bis Wochen die oberen bis mittleren Hänge des Vulkans beeinträchtigen", hieß es weiter.
Der 2462 Meter hohe Mayon liegt etwa 330 Kilometer südöstlich von der philippinischen Hauptstadt Manila entfernt und ist der unberechenbarste der 24 aktiven Vulkane des Landes. Nach einem Ausbruch im Juni 2023 mussten 12.000 Anwohner evakuiert werden.
Erdbeben und vulkanische Aktivitäten sind auf den Philippinen nicht ungewöhnlich. Das Land liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, wo mehrere Erdplatten zusammenstoßen. Beim Ausbruch des Vulkan Pinatubo im Jahr 1991, dem heftigsten der vergangenen Jahrzehnte, kamen mehr als 800 Menschen ums Leben.
B.Roman--HdM