UN-Generalsekretär Guterres ruft zu internationaler Koordination bei KI auf
UN-Generalsekretär António Guterres hat angesichts der Risiken durch Künstliche Intelligenz (KI) zu internationaler Zusammenarbeit aufgerufen. "Nationales Handeln ist entscheidend. Aber weltweite Koordination ist ebenfalls unverzichtbar", sagte Guterres am Mittwoch zu Journalisten. "KI macht nicht an Grenzen halt, und das gleiche gilt für ihre Risiken."
Künstliche Intelligenz habe "enormes Potenzial", nachhaltige Entwicklung zu beschleunigen, das Lernen zu verbessern, Gesundheitssysteme zu stärken und Klimaresilienz zu fördern, sagte der UN-Generalsekretär. "Eine wachsende Zahl von jenen, die sie (die KI) entwickeln, schlägt aber Alarm. Sie warnen, dass die Entwicklung schneller voranschreitet als unser Verständnis über die Risiken." Die Welt könne sich beim Thema KI-Sicherheit keinen "Wettlauf nach unten" leisten, warnte Guterres.
In den vergangenen Wochen hatten die von der rasanten Entwicklung der KI ausgelösten Sorgen massiv zugenommen. Befürchtet wird, dass KI-Softwares außer Kontrolle geraten und sogar zur Gefahr für die Menschheit werden könnten. Die Bedenken gehen unter anderem auf Hacking-Vorfälle zurück, bei denen KI-Agenten sich während Testläufen eigenständig mit dem Internet verbanden und andere Plattformen angriffen.
KI-Größen wie die Unternehmen OpenAI und Anthropic haben sich deswegen für ein Drosseln der Entwicklung ausgesprochen. US-Präsident Donald Trump lehnt das aber ebenso ab wie strengere Regelungen für die Technologie. Er fordert, die USA müssten ihren technologischen Vorsprung gegen China aufrecht erhalten, und verunglimpft KI-Skeptiker als "Verschwörungstheoretiker" und "Verräter".
G.Campos--HdM