Rubio: "Ausländischer Akteur" hinter möglichem Anschlag bei britischem Luftwaffenstützpunkt
Hinter dem möglicherweise geplanten Anschlag nahe eines von den USA genutzten britischen Luftwaffenstützpunkts steht nach den Worten von US-Außenminister Marco Rubio "ein ausländischer Akteur". "Hierbei ist eindeutig die Handschrift eines ausländischen Akteurs im Spiel", sagte Rubio am Montag (Ortszeit) dem Sender Fox News.
Weitere Einzelheiten wollte Rubio zunächst nicht nennen, fügte aber hinzu, dass in den kommenden Tagen "dazu noch viele weitere Informationen bekannt" würden. Zum jetzigen Zeitpunkt könne er dazu nur so viel sagen: "Es handelt sich um eine sehr ernste Angelegenheit, und es wurde (...) angemessen darauf reagiert."
Die britische Polizei war in der Nacht zu Sonntag zum Luftwaffenstützpunkt Fairford im Südwesten Englands gerufen worden, nachdem in dem Gebiet "verdächtige Fahrzeuge" beobachtet worden waren. Eine Anwohnerin berichtete der BBC, sie habe "eine große Gruppe maskierter Männer" gesehen. Die Militärbasis wird auch von der US-Armee im Krieg gegen den Iran genutzt.
Am Montag wurden fünf Verdächtige vorerst wieder auf freien Fuß gesetzt, die am Sonntag im Zusammenhang mit den möglichen Anschlagsplänen festgenommen worden waren. Die fünf Briten seien "nach umfangreichen Befragungen und Ermittlungen" unter Auflagen freigelassen worden, erklärte Laurence Taylor von der Anti-Terror-Polizei am Montag.
US-Präsident Donald Trump äußerte sich später in Washington "überrascht darüber, dass sie sie freigelassen haben". "Ich hätte das nicht getan", sagte er vor Journalisten in Washington. Trump fügte hinzu, der Vorfall stehe "möglicherweise" mit dem Iran in Verbindung, Details nannte er nicht.
Britische Medien hatten am Montag berichtet, die Anti-Terror-Polizei prüfe eine mögliche Verbindung zum Iran. Die iranische Botschaft wies eine Verwicklung wenig später "aufs Schärfste" zurück und sprach von "böswilligen Spekulationen".
London hatte dem Iran und Russland in der Vergangenheit mehrfach vorgeworfen, auf Mittelsmänner zurückzugreifen, um kriminelle Aktivitäten auf britischem Territorium auszuführen. Der britische Premierminister Andy Burnham kündigte eine Krisensitzung im Zusammenhang mit dem Vorfall an.
R.Parra--HdM