Zwei Medaillen, doppelte Reichweite: Aicher räumt auch online ab
Zwei Medaillen, doppelt so viele Follower? Zumindest bei der zweifachen Silbermedaillengewinnerin Emma Aicher scheint diese einfache Rechnung aufzugehen. Die Skirennfahrerin ist die Social-Media-Queen unter Deutschlands Olympioniken. Das zeigt eine Analyse der Influencer-Agentur "Netzschreier", die die Reichweiten der Athleten bei Instagram vor und nach den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo ausgewertet hat.
Fast 50.000 neue Follower sammelte die 22-Jährige demnach und hat nun fast doppelt so viele (Stand Montagabend: 110.000) wie vor den Spielen. Neben ihren sportlichen Glanzleistungen begeisterte sie wohl auch mit direkten Antworten in zahlreich ausgespielten Interviewschnipseln. "Lost, wer nach den letzten Wochen kein Emma-Aicher-Fan ist", postete einer ihrer Sponsoren zu einer kurzen Sequenz der gebürtigen Schwedin.
Laut der Berliner Agentur haben die insgesamt 188 deutschen Sportler und Sportlerinnen 395.000 Follower mehr als noch vor den Spielen. Viel Online-Zuspruch erhielten auch Skispringer Philipp Raimund (plus 22.900 Follower), der seinen Auftritt auf der Normalschanze vergoldet hatte, und auch NHL-Profi Leon Draisaitl (plus 22.800), trotz des enttäuschenden Abschneidens mit der Eishockey-Nationalmannschaft.
Im internationalen Vergleich verblasst das deutsche Wachstum jedoch: Der Account der amerikanischen Eiskunstläuferin Alysa Liu, die mit ihrer Traum-Kür das Publikum verzaubert und im Team noch ein zweites Mal Gold gewonnen hatte, wuchs um knapp 4,4 Millionen Follower – von 210.000 auf 4,6 Millionen. Dass virale Momente und Medaillen nicht zwingend Millionenwachstum bedeuten, zeigt der norwegische Biathlet Sturla Holm Lägreid, dessen Fremdgehbeichte nach dem Bronzegewinn durch die Weltpresse ging: Sein Account wuchs während der Winterspiele gerade einmal um 3800 Follower.
W.Hidalgo--HdM