Rheinmetall senkt Prognose: Aktie bricht ein trotz starkem Umsatz
Rheinmetall korrigiert die Prognose für das Jahr 2026 nach unten und begründet dies mit Verzögerungen bei Großaufträgen. Dies führt zu einem massiven Kurseinbruch von bis zu 18 Prozent, obwohl das Unternehmen im laufenden Geschäftsjahr ein starkes Umsatzwachstum meldet.
Der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall hat seine Gewinnprognose gesenkt und das Umsatzziel für das Jahr 2026 erneut angepasst. Grund sind Verzögerungen bei wichtigen Aufträgen, darunter ein zehn Milliarden Euro schwerer Deal der Bundeswehr für Boxer-Radpanzer (Projekt Arminius).
Die Aktie reagierte mit einem Einbruch von bis zu 18 Prozent auf unter 850 Euro. Seit Jahresbeginn verlor das Papier bereits rund 35 Prozent an Wert.
Rheinmetall erwartet nun einen Umsatz von 13,2 Milliarden Euro statt der zuvor genannten Untergrenze von 13,7 Milliarden. Die operative Rendite wird voraussichtlich bei rund 18,5 Prozent liegen. Analysten zeigten sich überrascht über die späte Korrektur.
Trotzdem meldete das Unternehmen für die ersten neun Monate ein starkes Wachstum: Der Umsatz stieg um mehr als ein Drittel auf knapp 8,4 Milliarden Euro, der Betriebsgewinn legte um zwei Drittel zu. Das Personal wuchs auf rund 31.000 Vollzeitstellen.
D.Ferrer--HdM