Ed Sheeran: Veranstalter für Tournee-Rauswurf von Rapper Macklemore verantwortlich
Der britische Popstar Ed Sheeran hat nach eigenen Angaben nicht entschieden, den Rapper Macklemore nach dessen pro-palästinensischen Äußerungen nicht mehr bei seiner Tournee auftreten zu lassen. Das sei "die Entscheidung des Veranstalters, nicht meine" gewesen, schrieb Sheeran am Dienstag im Onlinedienst Instagram. Der Vertrag sei von der Messina Touring Group beendet worden.
Laut Sheeran hatten die Vertreter von geplanten Auftrittsorten der "Loop"-Tournee damit gedroht, weitere Konzerte abzusagen. Er habe mit den Verantwortlichen gesprochen, ohne eine Lösung zu finden, erklärte Sheeran.
Der Musiker ging auch auf seine Entscheidung ein, sich öffentlich nicht zu politischen Themen zu äußern, insbesondere zum Krieg im Gazastreifen. "Ich habe meine persönlichen Ansichten zu diesem verheerenden Konflikt. Nur weil ich mich entscheide, öffentlich nicht Stellung zu beziehen, heißt das nicht, dass es mir egal ist", erklärte er. Die Besucher seiner Konzerte erwarteten "kein politisches Forum", erklärte Ed Sheeran. Er fügte hinzu: "Ich respektiere Macklemores Entschlossenheit."
Macklemore war Anfang September vor zwei Konzerten von Ed Sheeran im MetLife Stadium bei New York aufgetreten. Dabei rief er "Free Palestine" und sagte mit Blick auf Palästinenser, sie seien "nicht vergessen". Am Montag erklärte der Rapper in Onlinediensten, Sheeran und sein Team hätten nicht hinter seinem Ausscheiden aus der Tournee gestanden.
Die islamistische Hamas und ihre Verbündeten hatten bei ihrem Großangriff auf Israel am 7. Oktober 2023 mehr als 1200 Menschen getötet, 251 wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Israel reagierte mit massiven Angriffen im Gazastreifen, bei dem nach palästinensischen Angaben mehr als 73.000 Menschen getötet wurden.
E.Nieto--HdM